Ludwik, Torsten
Sachbearbeiter Bauamt
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In der Gemeinde Talheim sind in den vergangenen Jahren mehrfach Starkniederschlagsereignisse aufgetreten, welche teilweise Überflutungen im Gemeindegebiet zur Folge hatten und hierdurch auch Schäden an der bestehenden Bebauung entstanden sind.
Starkniederschlagsereignisse bzw. Starkregenereignisse sind lokal begrenzte Regenereignisse mit großer Niederschlagsmenge, hoher Intensität und kurzer Dauer. Diese Starkregenereignisse sind des Weiteren meist von sehr geringer räumlicher Ausdehnung. Durch diese Eigenschaften der Starkniederschlagsereignisse bzw. Starkregenereignisse entstehen Fließwege auch außerhalb der bestehenden Vorfluter. Der Niederschlag fließt hierbei über bestehende Wege, Straßen und Einschnitte im Gelände den topographischen Gegebenheiten folgend ab. In Bergregionen bzw. Geländeeinschnitten mit hohem Gefälle findet bei diesen Starkniederschlagsereignissen bzw. Starkregenereignissen ein großer Teil der Abflussprozesse außerhalb der Gewässer auf der Geländeoberfläche statt. Die Abflussprozesse auf der Geländeoberfläche werden auch als Sturzflut bezeichnet, welche über hohe Strömungskräfte verfügen und somit große Mengen an Treibgut (Holz, Sträucher etc.) sowie auch erodiertes Material (Erdreich von den Feldern, Geröll etc.) mit sich führen. Durch das mitgeschwemmte Material kann es an den Zuführungen/Einleitungen in Verdolungen und anderen Transportelementen zu Verstopfungen dieser kommen, sodass das weiterhin zuströmende Niederschlagswasser zu Rückstau und Überflutungen führt oder über andere Wege abfließt und hierbei weitere Schäden an Bebauungen verursachen kann.
Starkniederschlagsereignisse bzw. Starkregenereignisse über Siedlungsgebieten können aufgrund ihrer Intensität nicht bzw. nur begrenzt durch die bestehenden Kanalnetze aufgenommen werden. In flachen Bereichen führt dies zu einer großräumigen Überschwemmung, wobei die Bebauung als auch die Infrastruktur geschädigt werden. Des Weiteren können hierbei in Gebäuden und Industriebetrieben gelagerte Gefahrstoffe in das Wasser und somit in die Umwelt gelangen, was zu erheblichen und teilweise nicht abschätzbaren Folgeschäden führen kann.
Zur Abschätzung der Fließwege, der Überflutungsflächen und somit auch der Gefährdung ist auf Grundlage des Leitfadens Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg, Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW); Stand Dezember 2016 [6] die Durchführung des Starkregenrisikomanagements für die Gemeinde Talheim vorgesehen.
Überflutungstiefenkarten mit Risikoobjekten
Bereich Talheim Gewerbe Nordwest Außergewöhnlches Ereignis
Bereich Talheim Gewerbe Nordost, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Ortslage, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Gewerbe Südwest, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Gewerbe Ost, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Süd; Außergewöhnliches Ereignis
Fließgeschwindigkeit mit Risikoobjekten
Bereich Talheim Gewerbe Nordwest Außergewöhnlches Ereignis
Bereich Talheim Gewerbe Nordost, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Ortslage, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Gewerbe Südwest, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Gewerbe Ost, Außergewöhnliches Ereignis
Bereich Talheim Süd, Außergewöhnliches Ereignis
Weitere Informationen können Sie auch unter https://www.starkregengefahr.de/vorsorgen/ finden oder dem beigefügten Leitfaden vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung entnehmen.
Leitfaden Starkregen – Objektschutz und bauliche Vorsorge (Bürgerbroschüre)
Hrsg.: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
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