Öffentlich zugänglich
Der Baum im Mittelpunkt ist ein Zeichen für Leben und Vitalität. Er birgt in seinen kahlen, doch grünen Zweigen, eine Fruchtkugel mit der Lebensquelle: Wasser. In den Schöpfungs- und Untergangsmythen der Welt spielt der Baum eine zentrale Rolle. Blühen und verwelken, Vergeblichkeit und Vergänglichkeit, Lebensbaum und Baum der Erkenntnis zugleich. Die Figuren zeigen in freier Übersetzung den Lauf des Tages, des Jahres (die Antike kannte nur 3 Jahreszeiten) des Lebens. Die Übergänge sind fließend und mehrdeutig.
Die Figur ist armlos, verblüht, zerfurcht, verwesungsfarben. Tiefe Kerben und Falten ziehen sich in den Körper zurück. Von innen wachsen neue Kräfte.
Die Figur, kraftvoll aber ungeprägt mit Adern, in denen die Körpersäfte steigen, hält eine wasserspendende Fruchtschale.
Die Figur ist überzogen mit auf- und absteigenden Wasseradern, Fruchtkugeln wachsen aus dem Kopf und Körper. Prall mit Wasser gefüllte Pflanzenstengel verströmen sich. Befreiung, Entfaltung, Weitergeben von Leben wird sichtbar. Möge die Schozach dem Baum, den Figuren sauberes Lebenswasser spenden, damit sie Wurzeln schlagen in Talheim.